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29. Apr. 2009

sandboxofgod.jpgGöttersimulationen haben eine lange Tradition. Peter Molyneux’ Populous gilt als das erste (kommerziell erfolgreiche) Spiel dieses Genres — der Spieler hat übermenschliche Kräfte, die er zum Wohl oder Übel der Weltbevölkerung einsetzen kann.

Im Freeware-Game Sandbox of God von Vertigo Games tut man genau dies und kann nicht nur die Menschheit zum Weltherrscher machen, sondern alternativ auch eine Karnickelzivilisation aufbauen. Dazu müssen lediglich Ereignis-Buttons geklickt werden. So können Bäume gepflanzt und in der nächsten Runde bewässert werden: es wächst ein kleiner Wald. Nach einem Erdbeben zieht sich ein Graben durch dieLandschaft, der sich mit Hilfe einer Springflut mit Wasser füllen lässt. Um den Effekt eines Ereignisses nutzen zu können, müssen immer gewisse Vorraussetzungen gegeben sein.

Es gilt also herauszufinden, welche Aktionen in welcher Reihenfolge auszuführen sind. Das ganze erinnert sehr an die GROW-Spiele, geht aber noch etwas weiter. Denn durch die Einteilung in Epochen und mehrere Dutzend Spielziele ist Sandbox of God ein sehr komplexes Puzzlespiel.

Name: Sandbox of God (6,3 MB)
Genre: Puzzle
Kategorie: Freeware, Download
Bewertung: ★★★★☆

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24. Apr. 2009

bummin_promo_s.jpgHier mein neues Flashgame: Bummin’ A Ride — eine Auftragsarbeit für BumArcade.com

Ich hatte die Aufgabe, ein Spiel zu entwickeln, in dem man als Landstreicher einmal quer durch die USA reisen muss. Etwas ähnliches wie Oregon Trail sollte es werden.

Das Ergebnis  ist ein Genremix. Es ist eine Minigame-Sammlung — acht Spiele wollen entdeckt und gemeistert werden. Und es ist eine Art Wirtschaftssimulation — 15 Waren können gekauft, im richtigen Moment benutzt und … gegessen werden. Ein Tutorial erklärt die Grundlagen zu Beginn einer neuen Partie, allerdings nur auf Englisch.

Viel Spaß!

23. Apr. 2009

portwallld.jpgIn weniger als 48 Stunden hat X-Out einen Klon von Valves Meisterwerk Portal erschaffen. Sein Beitrag Portwall LD zur Ludum Dare 14 Competition ist keine 2 Megabyte groß, lässt sich ohne Installation spielen und sollte auf jedem halbwegs aktuellen System laufen.

Das Spielprinzip entspricht weitgehend dem von Portal: Die Potralkanone kann zwei Portale an (graue) Wände schießen, durch die man dann scheinbar unüberwindbare Hindernisse umgehen kann. Selbstverständlich kommt die Präsentation nicht an das Original heran, die Lernkurve zieht sehr schnell stark an, sodass besonders K(o)enner von Portal ihren Spaß an den Kopfnüssen haben werden. Anfänger müssen dagegen sehr frustresistent sein, da eine Entsprechung zu den genialen Tutorials des Vorbilds fehlt.

Gesteuert wird das ganze wie von Egoshootern gewohnt mit der Maus und den Tasten WASD bzw. den Pfeiltasten. Die Mausempfindlichkeit lässt sich nach dem Drücken der PAUSE-Taste anpassen. Mit der linken Maustaste wird das blaue Portal gesetzt, mit der rechten Maustaste das gelbe.

Ich hoffe, X-Out wird weiter an dem Projekt arbeiten. Ein Leveleditor und ein Multiplayer-Mode könnten das Spiel zu einem unsterblichen Freeware-Portal machen!

Name: Portwall LD (1,7 MB)
Genre: Geschicklichkeit, Jump and Run, Puzzle
Kategorie: Freeware, Download
Bewertung: ★★★★½

19. Apr. 2009

Henrik Nåmark hatte vor einem Jahr die Abspann-Musik für das witzige YHTBTR komponiert. Hier nun ein Musikvideo in dem er wieder singt, zum Thema “Mein Leben ist ein Videospiel” — Viel Spaß.

(via IndieGames.com)

15. Apr. 2009

cdg_castle.jpgHach ja, die frühen Neunziger! Fotorealistische Grafik gabs nur, wenn auch Fotos benutzt wurden. Mein Joystick machte noch Klick-Klack, mein Typenraddrucker stellte lautstärketechnisch jedes Küchengerät in den Schatten und mein Farb-Bildschirm hatte die Angewohnheit, plötzlich nur noch rosa darzustellen, worauf ich mit einem beherzten Schlag auf die Bildschirmseite reagieren musste. Die Spiele, die ich in dieser Zeit gespielt habe, finden sich größtenteils auf classicdosgames.com wieder — und viele lassen sich dort direkt als Java-Applet im Browser spielen — die Performance ist eher mau, aber zum reinschauen prima! Um in den Spielen die Maus zu aktivieren, genügt ein Doppelklick mit linker Maustaste in das Java-Fenster.  Manches ist als (original) Shareware-Version verfügbar, es gibt aber auch viele Vollversionen (meistens als Abandonware).

Mein erster MSDOS-Rechner war ein 286er mit sagenhaften 16MHz. Der oben erwähnte Farb-Bildschirm kam erst später, ich musste mich mit einem fiepsenden 14″ Bernstein-Monitor begnügen. Auf der Kiste lief nicht viel, für die meisten Spiele war der Arbeitsspeicher einfach zu klein. cdg_mi1.jpgEin mitleidiger Freund gab mir eine Diskette und dazu einen riesigen Stapel bedrucktes Papier. Die Diskette enthielt CASTLE, ein Action-Adventure in ASCII-Grafik. Tja — und der Stapel Papier war die ausgedruckte Weltkarte, fein säuberlich zusammengeklebt und mit handgeschriebenen Hinweisen versehen. Castle war mein erstes Adventure!

Etwas später profitierte ich von einem Rechnerneukauf eines Bekannten und wurde stolzer Besitzer eines 386ers mit satten 33MHz Taktrate, ausreichend Speicher für jedes Game, das ich in meine Grabbelfinger bekommen habe und – nun ja – des erwähnten “Rosa”-Farbmonitors. Die virtuellen Welten, die ich damit betrat, beeinflussen mich noch heute. Vom Adventure-Meisterwerk The Secret cdg_ckeen.jpgof Monkey Island über die Schießbuden-Simulation Shooting Gallery bis hin zur Dschungel-Hüpf-Orgie Jill of the Jungle (Oh, Jill! Bitte klettere noch einmal das Seil hoch!)

Apropos Jump’n'Run — unvergessen sind Captain Comic, Commander Keen (Teil 2, Teil 3)  und Duke Nukem (Teil 2). Auch mit Monster Bash und Hocus Pocus habe ich begeistert meine Zeit verschwendet. Besonders die Commander Keen-Reihe hatte es mir angetan. Mit seiner großen Spielwelt. Und den surrealen Animationen und Hintergründen. Und dem Pogo-Stick!

cdg_skyr.jpgAls dann die Zeit der CD-ROM einbrach, stand auf meinem Schreibtisch noch lange ein 486er mit 3,5″ und 5,25″-Diskettenlaufwerken. Ich bekam halt immer den Ausschuss meiner finanziell etwas flüssigeren Freunde. In Ermangelung eines CD-ROM-Laufwerks blieben mir die gehäuft auftauchenden Shareware-Sammlungen auf CD verwährt. Ich musste mir die guten Sachen per Diskette nach Hause holen. Auf ebendiesem Wege fand Skyroads seinen Platz auf meiner Festplatte. Und ich habe nicht geruht, bis ich alle Himmelsstraßen (davon gab’s in der Shareware-Version sechs Stück) aus dem Effeff beherrschte.

Soviel erstmal aus meiner Mottenkiste, evtl. gibts bald eine Fortsetzung. Danke an die Macher von classicdosgames.com!

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