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29. Dez. 2009

eyez_transform.pngJuhu! Es gibt ein neues Spiel von Eyezmaze! Transform heisst das gute Stück und funktioniert ähnlich wie die berühmte GROW-Serie. Anstatt jedoch gesonderte Buttons zu klicken, wollen nun in der Illustration die Hotspots gefunden und in der richtigen Reihenfolge geklickt werden.

Es erwartet den Spieler wieder einmal ein Feuerwerk der absurden Art, der unvorhergesehenen Metamorphosen und Sackgassen. Ich persönlich finde Transform nicht allzu knifflig – nach wenigen Versuchen habe ich das Rätsel gelöst. Wer sich aber besonders schnell zur Lösung klickt, kann ein paar besondere Animationen freischalten.

Name: Transform
Genre: Puzzle
Kategorie: Browser/Flash
Bewertung: ★★★★★

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22. Dez. 2009

everyday.pngImmer wieder tauchen Spiele auf, bei denen man sich fragt: Ist das noch ein Spiel oder bereits eine Sozialstudie? Sie zeichnen sich meist durch eine in sich schlüssige Spielwelt aus, was keinesfalls bedeuten muss, dass diese realistisch ist.  Die Spielwelt gibt dem Spieler nichts vor, sondern lädt vielmehr durch ihre bloße Existenz zum Ausprobieren ein. Sie setzt lediglich voraus, dass man die Benutzung der Maus oder der Tastatur beherrscht, alles weitere ergibt sich daraus, dass man mit ihr interagiert. Und das Thema betrifft immer den Menschen, meist, konträr zu den schillernden Kommerzprodukten, in tiefe Melancholie getaucht.

Seit geraumer Zeit schwebt ja das Wort “Social Games” durch die Communities. Das sind Spiele, die in gewisser Weise Menschen zusammenbringen und durch virtuelle Geschenke und dergleichen Freundschaften verfestigen sollen. Dementsprechend möchte ich hier von “Sociological Games” reden. Spielen, die davon handeln, was es bedeutet, Mensch zu sein.

The Graveyard ist natürlich so ein Fall – hier ist der Tod allgegenwärtig. Und natürlich Façade, in dem es zwischen dem Spieler und zwei künstlichen Intelligenzen kräftig kriselt. Um den Alltag geht es bei Every day the same dream: Die Hauptperson ist ein typischer Anzugträger, der jeden Tag zur Arbeit fährt, sich vom Chef beschimpfen lässt und sich dann in seine Großraumbüro-Parzelle begibt. Es liegt nun in der Hand eines göttlichen Lenkers vor dem Bildschirm, ob und wie sich dieser Alltag ändert…

Name: Every day the same dream (Flash)
Genre: Adventure
Kategorie: Browser/Flash
Bewertung: ★★★★★

6. Dez. 2009

mwwh_flyer1.jpgPuh! Gerade noch rechtzeitig zu Weihnachten ist mein erstes Buch fertig! Richtig gelesen. Ich: Autor! Hahaha! Naja, so ganz stimmt das auch nicht. Es hat natürlich etwas mit Spielen zu tun, bzw. es ist ein Spiel. Aber ich erzähle mal von vorn:

Anno 2003 tat ich mich mit ein paar Künstlern (oder zumindest welchen, die es werden wollten) zusammen. Wir mieteten ein Atelier an, um unserem künstlerischen Schaffen freien Lauf lassen zu können. Bei mir wollte das aber nicht so recht wuppen. Ich litt unter einer schmerzenden Ideenlosigkeit. Jener besonderen Art Trägheit, die man erfolglos mit Inbrunst zu bekämpfen versucht. “Müßiggang ist aller Laster Anfang” — und damit sind keine Kühlergrills gemeint.

Und das ist so ein altbackener Spruch! So blöd! Komm, Alter: Gut Ding will Weile haben, oder? Die Axt im Haus erspart den Zimmermann, also flugs die Sprichworte auseinander gezimmert und zwei neue gebastelt. Funktionierte prima! Schnell fand ich eine Handvoll anderer Sprüche, die man auch zerschneiden und neu zusammensetzen konnte. Und da war die Idee! Ein Sprüche-Bastel-Buch!

Nach einigen Stunden in der Bücherrei bastelte ich im Copyshop einen Prototyp und zeigte ihn Jan, der zu dieser Zeit hauptsächlich seine Gemälde mit Sandpapier zerschliff, aber eben schon gelernter Buchbinder war. Er fand die Idee gut, hatte aber Bedenken wegen der Umsetzbarkeit (insert Buchbinder-Technobabble here). Und so passierte der Idee das, was leider viel zu vielen guten Ideen passiert: sie verschwand in der Schublade. Ich und Jan gingen unsere Wege.

mwwh_flyer2.jpgDiesen Sommer dann (2009!!) erhielt ich eine Mail von ihm. Er hätte jetzt einen kleinen Verlag und ihm sei mal wieder mein Prototyp in die Hände gefallen und er will das jetzt machen. Selbstverständlich bekam er mein Ok! Und heute habe ich mir einen Teil der ersten Auflage abgeholt. Wunderschön, in zwei Ausführungen (“chamois oder petrol”)  Ursprünglich war ein Preis knapp unter zehn Euro angepeilt, damit sich das aber auch nur irgendwie ein bisschen die Arbeit lohnt, liegt er jetzt mit 12,80 € etwas drüber.

Ich bin richtig glücklich, dass es noch mal was wurde mit der Idee. Deshalb kauft das gute, handgemachte Stück und schenkt es euren Liebsten zu Weihnachten! Hat nicht jeder… ausser natürlich demnächst meine Liebsten.

Bestellungen bitte direkt an den Verlag  J. Christodulow

EDIT: Und hier das ganze in Action!

4. Dez. 2009

screenshot-018-play-dont-shit-your-pants-a-free-online-game-on-kongregate-mozilla-firefox.pngEs geht los mit einem kleinen Adventure. Im Stile der alten Sierra-Adventures müssen in Don’t Shit Your Pants (Flash) Verben und Nomen eingegeben werden, also z.B. “pull door”. Der Titel verrät eigentlich schon sehr genau, worum es geht. Gehört in die Ecke “pubertärer Humor, die Verdauungsorgane betreffend” — ist aber wirklich sehr lustig.

Ebenfalls pixelig und pubertär gehts weiter mit Mountain Maniac (Flash) . Ein hammerschwingender Verrückter (diese Rolle wird selbstverständlich vom Spieler übernommen)  steht auf einem Berg und löst Gerölllawinen aus, um das Dorf unten zu zerstören. Dabei geht allerhand kaputt. Ein Fest für unsere Allmachtsfantasien!

screenshot_icycle.pngContinuity (Flash) ist ein Puzzle-Jump’n'Run. Das ist wörtlich zu nehmen, denn die Levels selbst müssen in einem Schieberätsel erstmal gebaut werden, bevor sie durchhüpft werden können.

Wer schon immer mal wissen wollte wie es ist, nackt auf einem viel zu kleinen Fahrrad durch eine Eislandschaft zu fahren, ist bei Icycle (Flash) goldrichtig.

Und zum Abschluss schwingen wir den Pinsel und mischen die Farben. In Copy Cat (Flash) müssen mit Hilfe der drei Grundfarben und unterschiedlich geformten Schablonen die angezeigten Leinwände kopiert werden. Äusserst knifflig!

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