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20. Feb. 2011

PainstationIch war gestern mit meinem Nachhilfeschüler im jüngst neu eröffneten Computerspielemuseum. Am Eingang wird man begrüßt von einer lebensgroßen Link-Statue — wenn man bei dem Held der Zelda-Spiele überhaupt von “Leben” sprechen kann (was in gewisser Weise auch ein Teilaspekt der Ausstellung ist). Ich hatte kurz vorher gelesen, dass dort auch die Painstation steht und spielbar ist. Also 8 bzw 5 Euro bezahlt, Jacken weggeschlossen und rein in den Ausstellungsbereich, der bereits von Kindern, Touristen und Designstudenten wimmelte.

Zunächst werden kurz die Anfänge der mechanischen Spielzeuge (Schachtürke), erste elektronische Spiele (eine Nim-Variante gegen den Computer) und interaktive Experimente (ELIZA, Game of Life) behandelt. Dahinter steht die “Wall of Hardware” — eine beeindruckende Zeitreise zurück in die Spielegeschichte.

Die vielen interaktiven Präsentationen laden dazu ein, sich in die Materie zu vertiefen. Leider war die Lautstärke in den Kopfhörern meist nicht dem Lärm der begeisterten Kinder und kindgebliebenen gewachsen. Wer also nicht nur schauen und spielen will, sondern auch die vielen Dokumentationen und Interviews wahrnehemen möchte, sollte vielleicht nicht unbedingt an einem Samstag-Nachmittag aufschlagen…

Der Rundgang führt vorbei an originalen Spielautomaten (Asteroids, Centipede, Space Invaders), der einzigen Spielekonsole der DDR und einem meterhohen Joystick, den man nur mit Socken betreten darf, über Kunst-Installationen wie “Gamblers” (pdf) bis hin zur Painstation, auf die ich besonders scharf war. Leider darf man daran nur spielen, wenn man volljährig ist. Meiner 16jährigen Begleitung war das Gerät allerdings eh nicht geheuer. Da muss ich mir wohl noch einen leidensfähigen Kumpel schnappen, den ich mit Stromstößen und Peitschenhieben traktieren kann.

Computerspielemuseum Berlin

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