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22. Dez. 2009

everyday.pngImmer wieder tauchen Spiele auf, bei denen man sich fragt: Ist das noch ein Spiel oder bereits eine Sozialstudie? Sie zeichnen sich meist durch eine in sich schlüssige Spielwelt aus, was keinesfalls bedeuten muss, dass diese realistisch ist.  Die Spielwelt gibt dem Spieler nichts vor, sondern lädt vielmehr durch ihre bloße Existenz zum Ausprobieren ein. Sie setzt lediglich voraus, dass man die Benutzung der Maus oder der Tastatur beherrscht, alles weitere ergibt sich daraus, dass man mit ihr interagiert. Und das Thema betrifft immer den Menschen, meist, konträr zu den schillernden Kommerzprodukten, in tiefe Melancholie getaucht.

Seit geraumer Zeit schwebt ja das Wort “Social Games” durch die Communities. Das sind Spiele, die in gewisser Weise Menschen zusammenbringen und durch virtuelle Geschenke und dergleichen Freundschaften verfestigen sollen. Dementsprechend möchte ich hier von “Sociological Games” reden. Spielen, die davon handeln, was es bedeutet, Mensch zu sein.

The Graveyard ist natürlich so ein Fall – hier ist der Tod allgegenwärtig. Und natürlich Façade, in dem es zwischen dem Spieler und zwei künstlichen Intelligenzen kräftig kriselt. Um den Alltag geht es bei Every day the same dream: Die Hauptperson ist ein typischer Anzugträger, der jeden Tag zur Arbeit fährt, sich vom Chef beschimpfen lässt und sich dann in seine Großraumbüro-Parzelle begibt. Es liegt nun in der Hand eines göttlichen Lenkers vor dem Bildschirm, ob und wie sich dieser Alltag ändert…

Name: Every day the same dream (Flash)
Genre: Adventure
Kategorie: Browser/Flash
Bewertung: ★★★★★

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4. Dez. 2009

screenshot-018-play-dont-shit-your-pants-a-free-online-game-on-kongregate-mozilla-firefox.pngEs geht los mit einem kleinen Adventure. Im Stile der alten Sierra-Adventures müssen in Don’t Shit Your Pants (Flash) Verben und Nomen eingegeben werden, also z.B. “pull door”. Der Titel verrät eigentlich schon sehr genau, worum es geht. Gehört in die Ecke “pubertärer Humor, die Verdauungsorgane betreffend” — ist aber wirklich sehr lustig.

Ebenfalls pixelig und pubertär gehts weiter mit Mountain Maniac (Flash) . Ein hammerschwingender Verrückter (diese Rolle wird selbstverständlich vom Spieler übernommen)  steht auf einem Berg und löst Gerölllawinen aus, um das Dorf unten zu zerstören. Dabei geht allerhand kaputt. Ein Fest für unsere Allmachtsfantasien!

screenshot_icycle.pngContinuity (Flash) ist ein Puzzle-Jump’n'Run. Das ist wörtlich zu nehmen, denn die Levels selbst müssen in einem Schieberätsel erstmal gebaut werden, bevor sie durchhüpft werden können.

Wer schon immer mal wissen wollte wie es ist, nackt auf einem viel zu kleinen Fahrrad durch eine Eislandschaft zu fahren, ist bei Icycle (Flash) goldrichtig.

Und zum Abschluss schwingen wir den Pinsel und mischen die Farben. In Copy Cat (Flash) müssen mit Hilfe der drei Grundfarben und unterschiedlich geformten Schablonen die angezeigten Leinwände kopiert werden. Äusserst knifflig!

17. Jun. 2009

minecraft.jpgSandkasten-Spiele sind hier ja auch schon öfter aufgetaucht — sie bestechen durch ihre willkürliche Offenheit innerhalb klarer Grenzen und sind eher Spielzeuge. Oder fast schon Werkzeuge: Minecraft ist ein Welt-Editor, durch den der Spieler in der Ich-Perspektive gottgleich die Umgebung seinen Wünschen anpasst.

Der Spieler kann unterschiedliche Materialien platzieren, letztendlich ist das aber immer derselbe Klotz mit unterschiedlichen Texturen. Auf die Klötze kann man springen und damit höher gelangen oder aber man zerbröselt einen Klotz nach dem anderen und gräbt so Höhlensysteme. Man kann Wälder anlegen oder sogar mit anderen Spielern online gemeinsam eine Burg bauen. Mit der Taste G lässt sich dann die Spielwelt mit (dummen) KI-Bewohnern füllen.

(EDIT: Video wurde inzwischen vom Uploader gelöscht)

Minecraft befindet sich in der Testphase und der Autor kündigte eine Bezahl-Version an. Da heisst es: schleunigst ein paar Klötze bauen!

via TIGSource

Name: Minecraft
Genre: Geschicklichkeit
Kategorie: Browsergame
Bewertung: ★★★★½

28. Mai. 2009

gamescreen01.jpgWenn ein verrückter Despot mit Atombomben jongliert — was bleibt da einem Gamedesigner wie mir anderes übrig, als ein Spiel draus zu machen?!

Kim Jong-Il, der Terror-Gnom, wirft mit nuklearen Raketen um sich — der Spieler muss verhindern, dass diese detonieren! Mit der Maus wird gezielt und geschossen. Sobald die Taser-Energie aufgeladen ist, kann dem Gnom ein ordentlicher Elektroschock verabreicht werden, was den Despoten zwar nicht wirklich aufhält, aber das Punktekonto füllt.

Können Sie die Erde vor der nuklearen Apokalypse bewahren? Wohl kaum!
Können Sie sich einen Platz in der Highscoreliste auf Fettspielen.de ergattern? Aber sicher*!

Also ran an die Atombomben: Kim Jong-Il — Terror Gnome spielen!

*aber vorerst nur, wenn Sie sich bei fettspielen.de registrieren und dann dort das Spiel starten…

24. Apr. 2009

bummin_promo_s.jpgHier mein neues Flashgame: Bummin’ A Ride — eine Auftragsarbeit für BumArcade.com

Ich hatte die Aufgabe, ein Spiel zu entwickeln, in dem man als Landstreicher einmal quer durch die USA reisen muss. Etwas ähnliches wie Oregon Trail sollte es werden.

Das Ergebnis  ist ein Genremix. Es ist eine Minigame-Sammlung — acht Spiele wollen entdeckt und gemeistert werden. Und es ist eine Art Wirtschaftssimulation — 15 Waren können gekauft, im richtigen Moment benutzt und … gegessen werden. Ein Tutorial erklärt die Grundlagen zu Beginn einer neuen Partie, allerdings nur auf Englisch.

Viel Spaß!

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