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24. Apr. 2009

bummin_promo_s.jpgHier mein neues Flashgame: Bummin’ A Ride — eine Auftragsarbeit für BumArcade.com

Ich hatte die Aufgabe, ein Spiel zu entwickeln, in dem man als Landstreicher einmal quer durch die USA reisen muss. Etwas ähnliches wie Oregon Trail sollte es werden.

Das Ergebnis  ist ein Genremix. Es ist eine Minigame-Sammlung — acht Spiele wollen entdeckt und gemeistert werden. Und es ist eine Art Wirtschaftssimulation — 15 Waren können gekauft, im richtigen Moment benutzt und … gegessen werden. Ein Tutorial erklärt die Grundlagen zu Beginn einer neuen Partie, allerdings nur auf Englisch.

Viel Spaß!

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5. Jan. 2009

burntherope.jpgWie jedes Jahr kürt Indiegames.com die besten Spiele unabhängiger Entwickler. Auch dieses Mal sind die TOP-Listen nach Genres sortiert und lesen sich wie ein Who-is-Who der Freeware-Games-Szene. So ist Kian Bashiris You have to burn the rope ebenso zu finden wie Yoshio Ishiis cursor*10. Aber auch Adventure-Perlen wie Uwe Sittigs Dirty Splits oder Bullet-Höllen-Shooter wie pararalyzer lassen das Spielerherz höher schlagen.

Also ran an die Bouletten:

Best Browser Arcade Games 2008
Best Freeware Arcade Games 2008
Best Freeware Remakes 2008
Best Freeware Adventure Games 2008
Best Freeware Shoot ‘em ups 2008

5. Dez. 2008

Der Video-Dienst YouTube hat eine Funktion, mit der sich innerhalb eines Videos Anmerkungen und Buttons einbauen lassen — die YouTube Video Annotations. Damit lässt sich allerhand anstellen. Denkbar sind beispielsweise Untertitel, besondere Informationen oder interessante und zum Film-Thema passende Links.

Oder natürlich Spiele! Ähnlich wie die ersten Spiele auf CD-Rom — z.B. 7th Guest und Rebel Assault, um nur die bekanntesten zu nennen — , die relativ wenig Interaktion mit viel Video verbanden, lassen die “Annotations” Eingriffe durch den Betrachter zu. Hier ein paar schöne Beispiele…

carslife.jpgZum Einstieg: Der interaktive Magier! Die Möglichkeiten zum Eingreifen beschränken sich auf das auswählen von Tricks oder einer Spielkarte. Ein richtiges Spiel ist das zwar noch nicht, aber eine nette und besondere Art, sein Publikum einzubeziehen.

Ein Spiel im klassischen Sinne ist A Cars Life — hier müssen Sie möglichst schnell die auftauchenden Buttons klicken um Ihr Auto nicht zu schrott zu fahren. Über den Button gelangen Sie zum nächsten Filmschnipsel, in dem wiederum ein Button auftaucht. Den zu treffen ist in höheren Levels ziemlich knifflig, da die Buttons immer kleiner und für immer kürzere Zeit angezeigt werden.

youtubeadventure.jpgLa Linea — ein riesiger Bleistift und ein Männchen, das klingt wie eine kehlkopfkranke Oma auf Koks. Wer in den 70ern und 80ern groß geworden ist, kennt die cholerische Knollennase ganz bestimmt! Die interaktive Version gibts hier.

Im Tube Adventure möchte Eusebio wie jeden Morgen ein Brot kaufen. Klingt langweilig, ist es aber nicht. Dem Spieler stellen sich unterschiedlichste Personen in den Weg. Zugegeben: es ist immer die selbe Person mit unterschiedlichen Perücken und Hüten. Macht aber nichts, das ganze ist nämlich wirklich lustig! So verlangt “Paco der Cleaner” die Ohrringe von Mr. T, die zufällig ein paar Bildschirme weiter an einer Bretterwand liegen. Kurze Zeit später trifft Eusebio auf einen Mann mit blauer Perücke, der zum Bau seines eigenen Staates ein Schwert und Asphalt braucht. Sehr schönes Point-and-Click-Adventure in zwei Sprachen (englisch & spanisch). Den zweiten Teil des Adventures gibts leider bisher nur auf spanisch…

9. Okt. 2008

howmany.jpgWie viele Leben braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln?

[Spoiler-Alarm!]

Zwanzig Jahre ist Angus nun schon mit Janice verheiratet. Feuchtfröhlich gefeiert hat Angus jedoch allein und hat davon an diesem Morgen einen dicken Schädel. Er steht in der Küche und macht Frühstück — Schinken und etwas, was seit gestern in der Pfanne liegt. Dann passiert es: Die Glühbirne knallt durch… Janice will, dass die Sache sofort erledigt wird. Ersatzbirnen sind keine im Haus. Der Auftrag ist klar.

Wer jetzt Langeweile ob dieser doch sehr alltäglichen Situation erwartet, liegt falsch. Das (sehr kurze) Point and Click-Adventure von AJA trumpft mit tiefschwarzem Humor und viel Pixelblut auf — für Kinder ist dieser kleine Happen also keinesfalls zu empfehlen. Es liegt im Ermessen des Spielers, wie stark lädiert Angus aus dem Schlamassel heraus kommt.

Das englischsprachige Adventure wurde mit dem Adventure Game Studio — einer freien Entwicklungsumgebung für Adventures — für die “One Room, One Week”-Competition erstellt und hat dort Preise für “Bestes Gamedesign”, “Bester Text” und “Insgesamt Bestes Spiel” gewonnen.

Name: How many…
Genre: Adventure
Kategorie: Download, Freeware
Größe:  4 MB
Bewertung: ★★★★☆

8. Mai. 2008

Was ist der Traum eines jeden Spieledesigners? Er möchte eine glaubwürdige, in sich schlüssige Welt erschaffen, die einerseits ihren eigenen Regeln folgt, andererseits allgemein gültige Verhaltensweisen und Materialbeschaffenheiten darstellt. Was passiert, wenn wir unsere Kaffeetasse loslassen? Sie fällt herunter und geht kaputt — falls sie nicht auf dem Tisch abgestellt wird oder aus Plastik ist…

Man kann behaupten, daß schon immer die Physiksimulation ein Teil künstlicher Welten war, wenn sie auch zu Beginn sehr rudimentär ausfiel: in Asteroids kämpft man nicht nur gegen Gesteinsbrocken, sondern auch gegen die Trägheit des Schiffes, bei Pong prallt ein “Ball” von Wänden und Schlägern ab, in Tetris fallen Blöcke von oben nach unten. Diese rudimentäre Physik der klassischen Arcade-Spiele war zweckgebunden, gehörte also zum Regelwerk, konnte der Spielwelt aber nicht die Abstraktion nehmen, die ihr durch technische Gegebenheiten zwangsweise auferlegt wurde. Es sollte einige Zeit vergehen, bis die Physiksimulation quasi zur Nebensache, zu einem gewohnten Teil der Spielwelt werden sollte. Spieler von Firstperson- bzw. Egoshootern mussten in den 90ern noch mit einer starren Welt auskommen. Im Jahre 2000 wurde Havok Physics veröffentlicht, eine Entwicklungsumgebung, die Programmierern das Implementieren von Physik immens erleichterte: plötzlich kippten Kisten, purzelten Dosen und rollten Tonnen durch die Levels.

Anfangs hatte dies kaum Auswirkungen auf das Spielgeschehen selbst, sondern diente hauptsächlich der Veranschaulichung einer “lebendigen” Welt. Während in 2-dimensionalen Spielen die spielerisch wirksame Physik Einzug erhielt — wunderbar abstrakt und gleichzeitig glaubwürdig: die Brückenbau-Simulation Bridge Builder — blieb die Physiksimulation in 3D-Titeln meist Spielerei.

Im Jahre 2001 versuchte THQ mit Red Faction, die Spieler mit einer zerstörbaren Umgebung (GeoMod-Engine) zu begeistern, scheiterte aber an der taktischen Belanglosigkeit dieses Features. Der spielentscheidende Einsatz von Physik in 3D-Spielen wurde erst 2004 mit Half Life 2 salonfähig. Der Spieler stapelte Kisten, um an höher gelegene Bereiche zu gelangen und konnte mit der genialen Gravity-Gun auch schwere Objekte aufheben und herumschleudern.

Während heute NextGen-Games wie Crysis mit Physikeffekten protzen, fliesst dieses Element auch immer stärker in die unabhängige Spieleentwicklung ein. So gibt es zahlreiche quelloffene Physikengines für nahezu jede Plattform — und jüngst hat Havok bekannt gegeben, im Mai dieses Jahres ihre Engine für unkommerzielle Entwicklungen freizugeben. Kein Entwickler muss das Rad also neu erfinden.

Hier nun ein paar schöne Beispiele von unabhängigen Spieleschmieden, bei denen die Physik zentraler Bestandteil ist:

kumoon.jpgKumoon — Es nützt nichts, nach einem Sinn zu fragen. Hier handelt es sich um ein Puzzle- und Geschicklichkeitsspiel. Sie spielen ein Küken, das mit einem kleinen aber feinen Waffenarsenal Kisten zu Fall bringen muss. Das Küken wird mit den Tasten W – A – S – D durch die kargen Räume gesteuert, mit der Taste E werden die Waffen gewechselt (Revolver, Shotgun & Granatenwerfer). Jeder Schuss kostet Punkte und das Küken darf die roten Kisten nicht berühren. Umgestürzte Kisten hingegen addieren Punkte aufs Konto. Um ein Level abzuschließen, darf die Punktzahl am Ende nicht negativ sein.
Bewertung: ★★★★☆

penumbra.jpgPenumbra — In Frictional Games’ Horror-Adventure Penumbra suchen Sie als Philip nach seinem verschollenem Vater und rätseln sich durch düstere, beklemmende Gänge. Nahezu alles lässt sich anfassen und bewegen — mit dem innovativen Hand-Cursor greifen Sie sich Dinge, öffnen Türen und Schubladen. Realistische Schatten (von denen es eine ganze Menge gibt, bedeutet der Titel bezeichnender Weise “Halbschatten”) tragen zu der unheimlichen Atmosphäre bei. Sie stoßen auf ekliges Getier, das Sie durch überlegtes Handeln zur Strecke bringen. Mittlerweile ist das Spiel bei Episode 2 angekommen, im Jahre 2006 veröffentlichte die Schmiede jedoch eine Technologie-Demo des Grusel-Adventures, die in sehr intensiver Art und Weise aufzeigt, was Sie in den Vollpreistiteln erwarten können. (Interview mit den Entwicklern)
Bewertung: ★★★★☆

phun1.jpgPhun — Es existieren einige dieser 2D-Physik-Sandkästen, in denen Sie mit der Maus Objekte malen, die sich dann physikalisch korrekt verhalten, allen voran CrayonPhysics. Phun ist von allen jedoch am umfangreichsten. Es handelt sich nicht um ein Spiel, sondern eher um ein Spielzeug. Es stehen etliche Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sich mit etwas Übung sogar roboterähnliche Maschinen, Raketen oder gar animierte Kurzfilme bauen lassen (siehe YouTube).
Bewertung: ★★★★½

Powder Gamepowder-game.jpgDer König aller Sandkasten- Spielzeuge ist jedoch das mit Java entwickelte Powder Game. Im Gegensatz zu Phun basiert das Spiel auf Partikeln unterschiedlichster Beschaffenheit. So fügen Sie mit der Maus von Sand über Schießpulver und Feuer bis hin zu kleinen kämpfenden Strichmännchen in die Bühne ein. Jedes “Element” verhält sich anders, Öl schwimmt auf Wasser und verbrennt, wenn es mit Feuer in Berührung kommt. Wind wirbelt die Welt gehörig durcheinander und Seifenblasen zerplatzen. Besonders gelungene “Sandburgen” dürfen Sie abspeichern und anderen Spielern zur Verfügung stellen — es lassen sich viele spannende Sandkasten-Experimente vom Springbrunnen über Motoren bis hin zu Zeitbomben herunterladen und modifizieren.
Bewertung: ★★★★★

dismount.jpgDismount — Etwas makaber, aber dennoch sehr spielenswert sind die Dismount-Spiele. Auch sie haben einen Sandkasten-Charakter, jedoch gibt es hier offizielle Highscores zu holen. Denn das Ziel ist es, durch das Verändern der Startbedingungen möglichst viel Schaden an der Ragdoll — einer Art Crashtest-Dummy — anzurichten. Bei Truck Dismount können beispielsweise die Geschwindigkeit des Trucks und die Sitzpoition der Ragdoll verändert werden. Besonders gelungene Stunts (oder eher Unfälle?) können Sie speichern, um Sie sich immer wieder anschauen zu können.
Bewertung: ★★★½☆

gymnast.jpgWalaber.com — eine ganze Reihe physikbasierter Titel bietet Walaber auf seiner Seite an. Bei Gymnast hangeln Sie mit den Analogsticks eines Gamepads einen Sportler an Trapezen entlang und das 3D-Spiel Trampoline lässt Sie haarsträubende Kunststücke auf einem Trampolin vollführen. Connect More verbindet tetris-artiges Klötzchenstapeln mit realistischer (chaotischer) Physik und beim Ragdoll Monkey Bowling tun Sie genau das, was der Name verspricht: einen Affen auf Bowlingpins schleudern.
Bewertung: ★★★★☆

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