Das iOS-blog hat meinen (englischsprachigen) Artikel über meine Erfahrungen als unabhängiger Spieleentwickler und Tutor veröffentlicht. Für alle, die nicht wissen, wie sie anfangen sollen. Nicht allein auf die Spieleentwicklung anzuwenden, sondern allgemeingültig – behaupte ich mal.
Es tut sich im Moment nicht besonders viel in diesem Blog. Aber ich lebe noch! Habe nur viel zu tun. Projekte, Familie, neue Wohnung… – dennoch spiele ich weiterhin, hauptsächlich auf meinen mobilen Geräten des Cupertino-Apfels. Hier also meine aktuellen Tipps für iOS-Devices, also iPhone, iPod touch und iPad:
Line Rider (AppStore)- Die Flashversion gibt es schon sehr lange (seit 2006) und als es hier letzte Woche zu schneien begann, stolperte ich über die iPhone-Version. Line Rider ist eigentlich kein Spiel, sondern ein Experimentier- und Streckenbau-Kasten: mit dem Finger werden Linien gemalt, auf denen dann ein kleiner Schlittenfahrer hinab fährt. Die Community lädt fleissig ihre Machwerke hoch, die teilweise echte Kunstwerke sind!
Bewertung: 




Game Dev Story (AppStore)- diese kleine feine Wirtschaftssimulation aus Japan versetzt den Spieler in die Rolle eines Lenkers eines Entwicklerbüros. Es gilt, erfolgreiche Spiele zu entwickeln und damit Geld zu verdienen. Viel Geld. Als Spieleentwickler merke ich sofort, dass die Mechanik nicht besonders realistisch ist – so mutet es doch etwas seltsam an, dass man mit einem 8-Köpfigen Team Millionen-Budgets verbrät. Trotzdem für Fans des Genres ein echter Leckerbissen, der für Stunden bannt.
Bewertung: 




Super Mega Worm (AppStore) und Death Worm (AppStore) - zwei Spiele mit demselben Ansatz, der vor einigen Jahren in der Freeware-Szene bereits einmal Furore gemacht hat: als allesfressender Raketenwurm gräbt man sich durch das Erdreich und taucht auf, um seinen Magen mit allerhand Getier zu füllen. Mega Worm besticht durch seine Retro-Grafik und eine witzige Story um das Ende der Menschheit. Death Worm kommt einen Tick “realistischer” daher, hat mehrere Levels und ein herausforderndes Missionsdesign. Zu Empfehlen sind beide Teile, Super Mega Worm gefällt mir persönlich etwas besser. Beide Spiele sind Universal Apps.
SMW: Bewertung: 



/ DW: Bewertung: 




Gobliiins (AppStore) - das klassische Adventure als Portierung fürs iPhone. Man merkt dem Spiel das Alter von fast 20 Jahren zwar an, es fesselt aber trotzdem noch durch seine abgedrehten, nicht immer logischen Rätsel und tollen Slapstick-Animationen. Wer’s damals auf dem Amiga gespielt und geliebt hat, darf zugreifen. Allen anderen sei gesagt, dass das Spiel trotz Komfortfunktionen nicht mehr dem Adventure-Standard entspricht.
Bewertung: 




Solipskier (AppStore) – Portierung des recht erfolgreichen Flashgames und eine Mischung aus Canabalt und Line Rider. Funktioniert super auf iPhone und iPad (Universal App), ist temporeich und sieht gut aus. Top!
Bewertung: 




Fumes Stunt Racer (AppStore) – kann sich noch jemand an die Achterbahnkurse von Stunt Car Racer erinnern? Fumes will in dessen Fußstapfen treten und ist damit insgesamt doch erfolgreich. Kleinere Mängel in der Bedienung sind mit etwas Übung zu vernachlässigen. Das einzige was ich vermisse ist der Kran, der das Auto zurück auf die Fahrbahn stellt, sollte man mal zu schnell sein.
Bewertung: 




Rage (HD) (AppStore / HD) – id softwares Programmiergenie John Carmack stellt die neue Grafikengine für mobile Geräte vor. Das Spiel selbst lässt zu wünschen übrig, denn es handelt sich eher um einen Moorhuhn-Klon auf Schienen als um einen echten Ego-Shooter. Die Grafik ist aber der Hammer und sucht auf iOS-Devices seinesgleichen.
Bewertung: 




Corpse Craft (AppStore, nur fürs iPad!) – man nehme einen Teil Castle-vs.-Castle, einen Teil Farbenpuzzle, gebe eine ordentliche Prise tiefschwarzen Humor und eine Messerspitze Poesie dazu und man erhält Corpse Craft. Das zunächst kostenlose Spiel lässt sich für ein paar Euro zur Vollversion upgraden, falls man gar nicht mehr aufhören mag. Für einige Viertelstunden macht aber auch die Demo schon gehörig Spaß!
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Kommt man ja nicht mehr dran vorbei an dem Halloween. Vorhin war ne Horde Kids in meinem Haus unterwegs, habe aber nicht aufgemacht. Ne Handvoll Butterkekse wären auch nicht grad die Ausbeute des Abends gewesen…
Habe mich ja nie sonderlich dafür interessiert, lese aber grad die Sache mit dem Allerheiligen und denk mir, dass das 1-A Klugscheisser-Material ist. Es muss auch “Halloween” heissen, nicht etwa “Helloween” — das ist eine hamburger Speed-Metal-Band mit sternförmigen E-Gitarren.
Und das ist Tom Waits mit der schaurig schönen Cemetery Polka
Und wer wirklich nichts zu tun hat, der kann sich ja auf Kongregate an der Corpse Carnage Quest versuchen.
Carcassonne - die Umsetzung des berühmten Gesellschaftsspiels für iPhone/iPod touch ist die bisher Beste, die ich je gesehen habe. Denn nicht nur die knackscharfen Texturen und das tolle Interface machen Spaß, sondern auch der Multiplayer-Part hat es mir angetan. Das System erlaubt mehrere Partien gegen menschliche Gegner gleichzeitig, beinhaltet einen Chat und Push-Nachrichten, sobald man am Zuge ist. Super!
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Star Wars: Hoth – ist ein Tower Defense-Klon im Star Wars Universum. Das ganze ist etwas hakelig und besonders schön sind die Modelle auch nicht. Trotzdem haben mir die Ideen gefallen, die SW: Hoth in das Genre einbringt. So stellt man anstelle von Türmen Truppen auf, die natürlich auch fallen können. Vorher zieht man Schützengräben, um die sich die Gegnermassen schlängeln. Nach Abschuss eines Gegners wird das Konto nicht automatisch gefüllt, sondern es werden Münzen liegengelassen, die man zum Aufsammeln antippen muss. Und wenn ein AT-AT durch meine Frontlinie stampft, kommt schon echtes Star Wars-Feeling auf.
Bewertung: 




Palm Heroes – ach, was waren das für Zeiten, als man sich unbekümmert Tage und Nächte mit Heroes of Might & Magic um die Ohren schlug. Palm Heroes entspricht, soweit ich mich erinnern kann, ziemlich genau dem zweiten Teil der berühmeten Runden-RPG-Serie und macht fast nichts falsch. Okay, die Bedienung ist etwas fitzelig und es gibt keine Kampagne, sondern “nur” Unmengen von Spielern erstellte Maps. Wer aber wie ich ein HoM&M-Veteran ist, wird das Game nicht so schnell wieder aus der Hand legen.
Bewertung: 




The Incident – nettes Retro-Hüpfspiel mit physikalisch korrekt fallendem Schrott. Der Protagonist (Anzughose, weißes Hemd, Krawatte) hüpft auf Müll, der vom Himmel fällt und klettert so immer weiter nach oben um den Ursprung des Mülls ausfindig zu machen. Simpel aber extrem herausfordernd. Pixelgrafik vom Feinsten. Es ist zwar eine Universal-App, aber ich empfehle wegen der Tilt-Steuerung, eines der kleinen Applegeräte zu benutzen. Das große iPad hektisch hin und her zu schwenken macht nicht sooo viel Spaß und in den höheren Levels kommt man deswegen fast gar nicht voran.
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Doodle God – die erweiterte Fassung des guten Flash-Puzzlers. Es gilt, kombinationen aus Elementen zu finden, die dann neue Elemente ergeben. Also z.B. Wasser + Lava = Stein. Es gibt viele verblüffend logische Kombinationen, teilweise muss man aber schon arg um die Ecke denken . Zum Glück gibt es ein Tipp-System. Doodle God ist nett präsentiert und wird von den Entwicklern gepflegt. Für Rätselfreunde ein absoluter Hit.
Bewertung: 




Flashgames:
Steam Birds — knifflige Dogfight-Rundenstrategie
Infectonator: World Dominator — (pixel)blutiges Zombievirus-Game
iPhone/iPod touch (iTunes-Links):
Tilt To Live — Dodge-Shooter mit Accelerometer-Steuerung, Upgrades und Achievements. Hammer!
Space Miner — extrem lustiges Asteroids-RPG
UniWar — Battle Isle lässt grüßen!
Baby Scratch — Turntableism at it’s best! Naja, eigene MP3s kann man nicht einfügen, dafür hats Mikrophon-Support.
Downloads:
Command & Conquer Tiberian Sun etc. — den/die Klassiker gibts für lau!
Hausarbeiten für den geneigten Spieleentwickler:
Please Finish Your Game
Chris Hecker über den Umgang mit der Entwicklungszeit von Spielen + Video seines Vortrags auf der GDC + eMail-Interview mit Indie-Developer Cactus.
TED Talk: Gaming can make a better world
Jane McGonigal über das Lösen von Problemen der Echtwelt durch das Spielen in virtuellen Welten
Sonstiges:
Will You Survive The Undead Apocalypse?
101 best Music Videos of the decade — davon spontan mein Favorit:
